In einer "Persönlichen Erklärung" (nach §26 Geschäftsordnung für den Gemeinderat der Stadt Schwetzingen) hat Fraktionsvorsitzender für sich und Stadträtin Anna Abraham begründet, wieso beide eine weitere Änderung des Bebauungsplans in den Schwetzinger Höfen (Bebauungsplan Nr. 98/1) abgelehnt haben - als einzige im gesamten Rat.
Zentral waren die Aspekte Bauhöhen und Verkehr, die entsprechend Pitsch nicht richtig gelöst sind.
"Ich habe gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung gestimmt, obwohl ich bei vielen Dingen, die im Beschlussvorschlag stehen, mitgehen kann.
- Ich bin für ein ernsthaftes Zugehen auf Oftersheim in Sachen Verkehr und ich hätte auch gerne FÜR diese Vereinbarung mit Oftersheim gestimmt.
- Ich bin auch offen für eine Weiterentwicklung des zweiten Bauabschnitts im Pfaudler-Areal in Richtung Medizinstandort.
Zentrale Aspekte lehne ich jedoch ab:
- Einerseits lehne ich die Überschreitungen der Bauhöhen im Pfaudler-Areal auf rund 21 Meter aus städtebaulichen Gründen ab. Ein von mir vorgeschlagener Kompromiss, die Quadratmeter-Fläche des betreffenden Gebäudestücks zu erhöhen, um die ursprüngliche Höhe beizubehalten wurde ohne Diskussion abgelehnt, bzw. seitens des Investors ignoriert.
- Grundsätzlich bin ich nicht überzeugt, dass hier eine gebotene, bewusste Verkehrsstromlenkung – also eine kommunale Verkehrspolitik – betrieben wird. Auf Basis des vorgelegten Verkehrsgut-achtens ordnen der Kreis und die Anrainerkommunen das Vorgehen als unzureichend ein und fordern Maßnahmen an der Stelle am Südtangenten-Kreisel, die aber gerade nicht geplant sind.
Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis sieht „Zweifel an den Verteilerquoten, da aus unserer Sicht defacto an unseren Knotenpunkten weitaus mehr zusätzliche Verkehre generiert werden. Die Leistungsfähigkeitsberechnung ist der aktuellen Verkehrsuntersuchung nicht zu entnehmen, es werden lediglich die Ergebnisse dargelegt, woraus nicht die jeweiligen Entwicklungen in den bereits aktuell überlasteten Spitzenstunden hervorgehen.“ (siehe Synopse, S. 6-9)
Die Gemeinde Plankstadt benennt „gutachterliche Kniffe und Berechnungen, die sich in der Realität bereits heute abweichend darstellen. Beispielsweise bildet der Idealzustand eines Normalwerktages komplexe Verkehrslagen wie Umleitungen, Baustellen, Schulverkehr, Störungen oder besondere Patientenfrequenzen nicht ab — obwohl diese im realen Betrieb bereits aktuell maßgeblich auftreten. (…) (siehe Synopse, S. 13-22)"